Chancengerechtes Lernen
Bildung ist mehr als Unterricht. Sie ist ein Versprechen darauf, dass jedes Kind seinen Weg gehen kann und Erfolg hat. Mecklenburg-Vorpommern setzt sich dafür ein, dass alle Kinder mit den gleichen Chancen starten – in der Kita, in der Schule und auf dem Weg in die Ausbildung.

Von der Kita in die Grundschule
Jedes Kind startet seinen Weg mit einem anderen Rucksack – ob klein oder groß, leicht oder schwer. Damit alle die gleichen Chancen haben, setzt das Land mit gezielten Angeboten früh an.
Sprache als Schlüssel zur Welt
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sprachbildung, denn Sprache ist der Schlüssel zur Welt und zu echter Chancengleichheit. Im Kindergarten bringen Erzieherinnen und Erzieher den Kleinsten die Sprache durch Spiele, gemeinsames Singen und Vorlesen von Geschichten näher. Beim Projekt "Lesereise M-V" wird jedem Kind ein Buch mit Geschichten geschenkt, um die Freude am Lesen zu wecken. Krippe, Kindertagespflege, Kindergarten und Hort sind in Mecklenburg-Vorpommern beitragsfrei und schaffen faire Startbedingungen für alle Familien.
Behutsamer Übergang in die Schule
Damit der Übergang in die Grundschule gelingt, arbeiten pädagogische Fachkräfte und Eltern eng zusammen. Einheitliche Stammdatenblätter tragen dazu bei, dass wichtige Informationen zum Lern- und Entwicklungsstand eines Kindes weitergegeben werden. In der Grundschule steht die Förderung der grundlegenden Fähigkeiten Lesen, Schreiben und Rechnen im Mittelpunkt.
Startchancen-Programm und Ganztagsausbau
Dort, wo Kinder es besonders schwer haben, stärkt das Startchancen-Programm Schulen mit zusätzlichem Personal und Angeboten. Interkulturelle Coaches helfen Familien mit Migrationsgeschichte. Das Land baut auch die Ganztagsbetreuung aus –ein weiterer Schritt zu mehr Bildungsgerechtigkeit. So lassen sich Privat- und Erwerbsleben leichter miteinander vereinbaren.
Von der Grundschule in die weiterführende Schule
Der Wechsel an eine weiterführende Schule ist für viele Kinder ein großer Schritt. Damit dieser Übergang gelingt, setzt Mecklenburg-Vorpommern auf das längere gemeinsame Lernen über sechs Jahre hinweg. Zu Beginn jedes Schuljahres helfen Wiederholungsphasen dabei, gelerntes Wissen zu festigen.
Stärkung der Kernkompetenzen und durchgängige Förderung
Mit einer neuen Stundentafelverordnung werden die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch gezielt gestärkt. Flexible Stunden ermöglichen individuelle Förderung, damit niemand auf der Strecke bleibt. Regelmäßige Lernstandserhebungen zeigen, wo ein Kind Unterstützung braucht.
Frühwarnsystem für gezieltere Hilfe
Ein Frühwarnsystem sorgt dafür, dass Schülerinnen und Schüler, deren Versetzung gefährdet ist, frühzeitig Unterstützung erhalten. Ziel ist es, die Zahl der Schulabbrüche zu senken und jedem Jugendlichen einen erfolgreichen Abschluss zu ermöglichen.
Schulausgangsphase mit mehr Flexibilität
Mit der Flexiblen Schulausgangsphase ab dem Schuljahr 2026/2027 schafft das Land ein Angebot für Jugendliche, die mehr Zeit und Orientierung brauchen. In der Praxisorientierten Berufsreife lernen die Schülerinnen und Schüler mit einem hohem Praxisanteil in Betrieben und verknüpfen ihre praktischen Erfahrungen mit dem Unterrichtsstoff in der Schule.
Das Freiwillige 10. Schuljahr an Regionalen und Gesamtschulen richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die mehr Zeit zum Lernen brauchen. Außerdem gibt es flexible Lerngruppen für psychisch oder sozial belastete Jugendliche.
Berufliche Orientierung stärker im Fokus
Das Konzept „Alle werden gebraucht!“ begleitet Kinder und Jugendliche von der Kita bis in die weiterführende Schule bei ihrer Beruflichen Orientierung. Schon früh gibt es altersgerechte Angebote, damit sie später gezielter den Beruf ergreifen können, der am besten ihren Neigungen entspricht.
Von der Schule in die Berufsausbildung
Der Weg von der Schule in das Berufsleben ist ein entscheidender Schritt im Leben junger Menschen.
Flexible Übergänge ermöglichen Jugendlichen, ihren Lebensweg zu gestalten.
Schulartübergreifende Sprachbildung festigen
Eine starke, schulartübergreifende Sprachbildung gibt Jugendlichen Selbstvertrauen, stärkt Chancengleichheit und ermöglicht es ihnen, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sie erwerben damit auch die Kompetenzen, sich Wissen selbst anzueignen und sich darüber auszutauschen.
Berufliche Schulen mit verschiedenen Angeboten
Die beruflichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern bieten Jugendlichen vielfältige Möglichkeiten: Schülerinnen und Schüler können sich auf einen Beruf vorbereiten, einen Beruf erlernen oder sie nutzen die Möglichkeit, schulische Abschlüsse wie die Berufsreife zu erlangen oder das Abitur abzulegen.
Schulen in herausfordernden Lagen werden über das Startchancen-Programm unterstützt – durch zusätzliches Personal, moderne Ausstattung und gezielte Sprachförderungsangebote für Schülerinnen und Schüler.
Projekt „AVdual“ – Ausbildungsvorbereitung mit Zukunft
Das neue Modell „AVdual“ (Ausbildungsvorbereitung dual) hilft Jugendlichen, die ihre berufliche Richtung noch suchen. Außerdem bietet es ihnen die Chance, die Berufsreife zu erlangen – ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft.
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FAQ
Für mehr Chancengerechtigkeit sorgen unter anderem die Beitragsfreiheit von Krippen, Kindertagespflege, Kita und Hort und der Fokus auf die Sprachförderung in der Kita. Außerdem stärkt das Land die Kernfächer Deutsch, Mathematik und Englisch. Ein neues Frühwarnsystem informiert Schülerinnen, Schüler und Eltern, wenn die Versetzung gefährdet ist. Mehr Angebote zur Beruflichen Orientierung und die Flexible Schulausgangsphase ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen ebenfalls zu mehr Chancengleichheit beitragen.
Damit Kinder sich verständigen, Freundschaften schließen und sich Wissen aneignen können, ist die Sprachkompetenz von besonderer Bedeutung. Um Kinder in ihren sprachlichen Fähigkeiten zu stärken, werden sie durch Spiele und Singen an die Sprache herangeführt. Außerdem setzt das Land das Projekt "Lesereise M-V" um. Jedes Kind erhält ein Buch, das es beim Lesenlernen begleitet.
Der Übergang von der Kita in die Schule ist für Eltern und Kinder eine besondere Zeit, die das Land bestmöglich begleitet. Daher hat es Stammdatenblätter entwickelt, in denen Fachkräfte erfassen, ob ein Kind altersgerecht entwickelt ist oder Unterstützung benötigt. Wichtige Antworten auf Fragen rund um den Übergang von der Kita in die Schule hat das Land in der Publikation „Mein Kind kommt in die Schule“ zusammengefasst.
In der Schule stehen die Kernkompetenzen, wie Lesen, Schreiben und Rechnen, im Fokus. Um die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch weiter zu stärken, hat das Land die Stundentafeln überarbeitet. Damit Schülerinnen und Schüler gezielt unterstützt werden, führen die Lehrkräfte regelmäßig Lernstandserhebungen durch. Ein weiterer Schwerpunkt der Landesregierung liegt auf dem Ausbau der Ganztagsbetreuung.
Mit dem Frühwarnsystem an Regionalen Schulen und Gesamtschulen erhalten Erziehungsberechtigte und Schülerinnen und Schüler jeweils zum 30. November und zum 30. April eines Jahres die Information, ob die Schülerin bzw. der Schüler versetzungsgefährdet ist. Darüber hinaus werden sie über Fördermöglichkeiten beraten, wie ein Schulabschluss erreicht werden kann.
Die Flexible Schulausgangsphase ermöglicht verschiedene Wege zum Schulabschluss. In der Praxisorientierten Berufsreife lernen Schülerinnen und Schüler mit großem Praxisbezug in Betrieben. An Regionalen Schulen und Gesamtschulen können Jugendliche, die mehr Zeit zum Lernen brauchen, ein Freiwilliges 10. Schuljahr absolvieren, um die Berufsreife zu erlangen.
Mit dem Modell „AVdual“ (Ausbildungsvorbereitung dual) unterstützt das Land Jugendliche bei der Berufswahl und bietet ihnen ebenfalls die Chance, die Berufsreife zu erlangen.
Dort, wo Kinder es besonders schwer haben, stärkt das Startchancen-Programm Schulen mit zusätzlichem Personal und besonderer Förderung. Ob Schulen für das Programm ausgewählt werden, hängt von folgenden Faktoren ab:
- Anteil der erwerbsfähigen Leistungsberechtigen,
- Migrationshintergrund (Schuljahr 2021/2022 und Schuljahr 2022/2023),
- besondere (inklusive) Lerngruppen,
- Anteil der Schülerinnen und Schüler mit pädagogischem bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf,
- Anteil an Wiederholerinnen und Wiederholern in der Sekundarstufe I,
- bei beruflichen Schulen: Angebot eines Berufsvorbereitungsjahres
Zuständigkeit
Abteilung 2 - Grundsatzangelegenheiten des Schulwesens, berufliche Schulen und Lehrkräftegewinnung
Abteilung 3 - Lehrkräftebildung und Digitalisierung
Abteilung 4 - Kindertagesförderung, allgemein bildende Schulen und Inklusion
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