Bildung und Kindertagesförderung – Land zum Lernen

Berufliche Perspektiven entwickeln

Welcher Beruf passt am besten zu mir? Das ist eine der spannendsten und schwierigsten Fragen für Schülerinnen und Schüler. Das Land unterstützt Kinder und Jugendliche mit vielen Angeboten der Beruflichen Orientierung. 

Landeskonzept für Berufliche Orientierung

Astronaut, Baggerfahrerin oder Feuerwehrmann? In der Kita lernen Kinder in Mecklenburg-Vorpommern erste Berufe kennen – spielerisch und klischeefrei. In Regionalen Schulen, Gesamtschulen und Gymnasien ist Berufliche Orientierung ein fächerübergreifendes Thema. In der gymnasialen Oberstufe (Jahrgangsstufen 11 und 12) ist Berufliche Orientierung ein Unterrichtsfach. Berufliche Orientierung soll in der Schule praxisnah vermittelt werden. 

Was genau Berufliche Orientierung ist, legen die Rahmenpläne und das Konzept „Alle werden gebraucht!“ fest. Mit dem Landeskonzept setzt das Land neue Maßstäbe. Die Landesregierung, Wirtschaft, die Bundesagentur für Arbeit, Gewerkschaften und Verbände hatten sich im Zukunftsbündnis darauf verständigt, die Berufliche Orientierung weiterzuentwickeln. 

Bereits an Grundschulen gibt es Projekttage für die Berufliche Orientierung. An Regionalen Schulen und Kooperativen Gesamtschulen gibt es Praxislerntage. Auch an Gymnasien und beruflichen Schulen gibt es Berufliche Orientierung, um Jugendliche bei der Entscheidung für einen Beruf zu unterstützen.

Berufsorientierungsmessen, Betriebsbesichtigungen und Unternehmenspatenschaften sorgen dafür, dass Schülerinnen und Schüler viele Einblicke ins Arbeitsleben erhalten. Berufliche Orientierung hat viele Partner. Sie tragen dazu bei, dass Jugendliche den Beruf ergreifen, der am besten zu ihnen passt. 

Schülerbetriebspraktikum

Praktische Erfahrungen lassen sich am besten in Betrieben, Unternehmen und Einrichtungen sammeln. Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen leisten deshalb an 25 Tagen ein Schülerbetriebspraktikum. Das sind so viele Praktikumstage wie in keinem anderen Bundesland. 

Praktika bieten ihnen die Chance, verschiedene Arbeitsfelder kennenzulernen und helfen bei der Entscheidung für einen Beruf über eine Ausbildung oder ein Studium.

Außerschulische Berufsorientierung

Welche Stärken und Neigungen Jugendliche haben, können sie bei der außerschulischen Berufsorientierung herausfinden: auf einem Berufswahlparcours, bei einem Betriebscasting oder in einer Zukunftswerkstatt. Dort lernen sie, wie man Bewerbungen schreibt oder sich in einem Vorstellungsgespräch verhält.

Die Schulen arbeiten eng mit den Berufsberaterinnen und Berufsberatern der Agenturen für Arbeit zusammen. Das Land und die Agenturen für Arbeit teilen sich die Kosten für die außerschulische Berufsorientierung. Der Anteil des Landes wird mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) finanziert.

Schülerfirmen gründen und betreiben

Wie man eine Firma gründet und ein Unternehmen führt, können Kinder und Jugendliche in Mecklenburg-Vorpommern während ihrer Schulzeit selbst ausprobieren. In einer Schülerfirma lernen sie, Geschäftsideen zu entwickeln, Produkte zu produzieren und Dienstleistungen anzubieten und zu vermarkten. Dabei schlüpfen sie in verschiedene Rollen und übernehmen die Leitung, Buchhaltung oder das Marketing.

Das Land hat eine Handreichung entwickelt, die viele Tipps und praktische Anleitungen für die Gründung und den Betrieb von Schülerfirmen liefert. 

Eine Schülerfirma aufzubauen und zu betreiben, ist eine aufregende und lohnende Erfahrung – ein Grund, warum die Zahl der Schülerfirmen in Mecklenburg-Vorpommern wieder wächst. Schülerinnen und Schüler erhalten Einblicke in wirtschaftliche Zusammenhänge. Oft sind diese Erkenntnisse hilfreich für die ersten Schritte ins Berufsleben. 

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FAQ

Zuständigkeit

Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung

Abteilung 2 - Grundsatzangelegenheiten des Schulwesens, berufliche Schulen und Lehrkräftegewinnung

Werderstraße 124, 19055, Schwerin, DEvorzimmer2@bm.mv-regierung.de+49 385 58817021

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