Berufliche Orientierung

Was will ich einmal werden? Diese Frage gehört zu den wichtigsten, die sich Schülerinnen und Schüler stellen. Das Land unterstützt Schulen mit einem Konzept zur Berufsorientierung, damit Jugendliche gezielt den Beruf finden, der zu ihren Stärken und Interessen passt.

Berufliche OrientierungOrientierungsstufe und weiterführende Schule

 Das Konzept „Alle werden gebraucht! – Schulische Berufliche Orientierung für einen guten Übergang in Ausbildung und Beruf“ verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Berufliche Orientierung beginnt mit altersangemessenen Angeboten bereits in der Kita. In der Schule setzt sie sich in aufeinander aufbauenden Phasen und in allen Unterrichtsfächern fort.

Berufliche Orientierung ist zentrale Aufgabe der Schulen

Im Fokus des neuen Konzepts stehen praxisnahe Angebote. So gibt es an allen Schulen künftig pro Jahrgangsstufe einen Projekttag zur Beruflichen Orientierung. Zusätzlich zum 25-tägigen Schülerbetriebspraktikum stehen in den Jahrgangsstufen 8 bis 11 weitere fünf Tage für Projekte mit externen Partnern zur Verfügung. Regionale Schulen bieten im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 8 oder in einem Halbjahr der Jahrgangsstufe 9 wöchentlich einen Praxislerntag im Umfang von mindestens vier bis maximal sechs Stunden an. Betriebsbesichtigungen, regionale Berufsorientierungsmessen oder Patenschaften mit Unternehmen und Angebote der Ganztagsschule kommen hinzu.

Mit dem neuen Konzept geben wir klare Leitlinien vor, damit Schülerinnen und Schüler bestmöglich auf ihren beruflichen Weg vorbereitet werden. Die Zahl der Ausbildungsberufe und Studiengänge ist groß und für viele unübersichtlich. Wir schaffen deshalb die Möglichkeit, sich schon früh mit den verschiedenen Berufsbildern zu beschäftigen. Wichtig ist dabei auch, dass Jugendliche für den Arbeitsmarkt nicht verloren gehen.
Simone Oldenburg
Bildungsministerin

Unterstützung von vielen Seiten

Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte übernehmen bei der Beruflichen Orientierung eine Schlüsselrolle. Die Einbindung der Erziehungsberechtigten ist ebenfalls von großer Bedeutung. Jede Schule benennt darüber hinaus eine beauftragte Lehrkraft für Berufliche Orientierung, die für die Umsetzung der Angebote an der jeweiligen Schule verantwortlich ist. Für die Umsetzung des Konzepts erhalten diese Lehrkräfte ab dem Schuljahr 2025/2026 eine Anrechnungsstunde und unterrichten dadurch weniger. Zur Begleitung der Schülerinnen und Schüler während des Zeitraums der Praxislerntage sinkt ihre Unterrichtsverpflichtung wöchentlich um weitere vier Stunden. Das Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) bietet Fortbildungen zur Beruflichen Orientierung an.

Die Boje für Berufliche Orientierung im Land

Das Portal www.boje-mv.de richtet sich an Lehrkräfte und pädagogische Fachkräften in Mecklenburg-Vorpommern. „Boje“ ist das Akronym für „Berufliche Orientierung jederzeit erreichbar“. Es liefert alle wichtigen Informationen zum Thema, führt geltende Regelungen auf und bietet Materialien an. Die Finanzierung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) innerhalb der Initiative „Bildungsketten“ unter Steuerung des Bundesinstitutes für Berufsbildung (bibb).

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