Ökologischer Landbau

Ökologischer Landbau fördert nachhaltige und umweltschonende Landwirtschaft mit natürlichen Methoden, gesunden Lebensmitteln sowie Schutz für Boden, Wasser und Artenvielfalt.

Landwirtschaft und Ernährung

Der ökologische Landbau stellt eine besonders ressourcenschonende, umweltverträgliche und tierartgerechte Form der Landbewirtschaftung dar, die sich am Prinzip der Nachhaltigkeit orientiert. Er fördert den Erhalt der Artenvielfalt, den Grund- und Trinkwasserschutz sowie die Fruchtbarkeit der Böden. Der ökologische Landbau ist die umfassendste gesetzlich geregelte und dadurch strengste Bewirtschaftungsform, die es auf Ebene der Europäischen Union derzeit gibt.

Zum 30.03.2026 wurden in Mecklenburg-Vorpommern 206.504 ha LF ökologisch bewirtschaftet. Es sind 1.469 Unternehmen biozertifiziert, darunter befanden sich 1.191 Landwirtschaftsbetriebe. Jeder 4. Landwirtschaftsbetrieb im Land wirtschaftet damit ökologisch. M-V nimmt mit einem Anteil von aktuell etwa 16 Prozent an der landwirtschaftlichen Fläche einen vorderen Platz im ökologischen Landbau in Deutschland ein. Dies ist zum einen auf die naturräumliche Ausstattung, zum anderen auf die kontinuierliche Unterstützung der Öko-Betriebe und die stetige Verbesserung der Rahmenbedingungen durch die Politik der Landesregierung zurückzuführen. Ziel der Landesregierung ist es, die Position des ökologischen Landbaus im Land weiter zu stärken und auszubauen. Der ökologische Landbau ist ein zentraler Baustein der Landwirtschaftspolitik in M-V.

Das Landesprogramm für den ökologischen Landbau in M-V „Ökokompetenz Mecklenburg-Vorpommern 2030“ setzt ein starkes Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung der Bio-Landwirtschaft. Ein zentrales Element des Programms ist die Förderung, die den ökologischen Landbau auf vielfältigen Ebenen stärken soll. Dazu gehören u.a. die investive Förderung, um die Betriebe bei der Anpassung an die Umwelt- und Klimaveränderungen zu unterstützen, sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Marktstruktur, die Vernetzung regionaler Akteure und die Entwicklung regionaler Wertschöpfungsketten, um nachhaltige und wirtschaftlich stabile Strukturen zu schaffen. Ein wichtiger Pfeiler für die Entwicklung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern ist die Förderung der ökologischen Wirtschaftsweise. In der aktuellen Förderperiode werden insgesamt 230 Mio. € für die Honorierung der ökologischen Wirtschaftsweise zur Verfügung gestellt. Die geplante jährliche Auszahlung stieg ab dem Jahr 2024 von jährlich ca. 35 Mio. € auf ca. 45 Mio. €/Jahr.

Mecklenburg-Vorpommern verfügt auch im Bereich des ökologischen Landbaus über Strukturen, die zukunftsgerichtet und wettbewerbsfähig sowie nachhaltig sind. Doch auch die Bio–Branche steht vor enormen Herausforderungen und darf sich aktuellen Entwicklungen am Markt nicht verschließen. Umfassende Investitionen in die ökologische Tierhaltung und der geplante Neubau eines Bio-Geflügelschlachthofes in Mecklenburg-Vorpommern sind dabei die richtigen Antworten.

Zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für ökologisch wirtschaftende Landwirte und ihrer Marktpartner setzt das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt des Landes Mecklenburg-Vorpommern auf allen Stufen der Wertschöpfungskette an. Es gilt, die Qualität und Produktivität zu optimieren, Logistik- und Distributionskosten zu reduzieren und den Erwartungen der Verbraucher hinsichtlich Qualität, Herkunft und Preis zu entsprechen.

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Paulshöher Weg 1, 19061, Schwerin, DE

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