Maritimer Knotenpunkt: Motor der Wirtschaft
Mecklenburg-Vorpommern nutzt seine über 1.900 Kilometer lange Küstenlinie als Tor zur Welt. Mit leistungsstarken Häfen, moderner Logistik und einer Schlüsselrolle bei der Energiewende sichert das Land nachhaltiges Wachstum und eine starke Vernetzung im gesamten Ostseeraum.

Leistungsstarke Infrastruktur und Drehscheibe der Energiewende
Eine 381 Kilometer lange Außenküste und eine 1.562 Kilometer lange Bodden- und Haffküste: Mecklenburg-Vorpommern verfügt über natürliche Voraussetzungen für den Seeverkehr. Daraus hat sich ein dichtes Netz größerer und kleinerer moderner Häfen entwickelt. Die Hafenstandorte bieten ihre maritim-logistischen Dienstleistungen für die See- und Binnenschifffahrt sowie für die See- und Flusskreuzschifffahrt an.
Die Häfen zeichnen sich durch eine günstige verkehrsgeografische Lage, gute land- und seeseitige Erreichbarkeit sowie eine leistungsfähige Hafeninfrastruktur aus. Die Schwerpunkte der Häfen liegen hierbei überwiegend auf dem Umschlag von Massen- und Stückgütern; auch die Abfertigung von Roll on Roll off- und Fährverkehren spielt insbesondere in Rostock und Sassnitz eine wichtige Rolle.
Zudem nehmen die Häfen in der Wertschöpfungskette der Offshore-Windenergie eine zentrale Stellung ein. Sie sind heute Schlüsselakteure der Energiewende und sind auch für die Wasserstoffprojekte und die Energieversorgung entscheidend. Traditionell hat der Seeverkehr mit den Ostseeanrainerstaaten für die Häfen des Landes die größte Bedeutung. Neben dem Güterumschlag hat auch der Passagierverkehr einschließlich der Kreuzschifffahrt einen wichtigen Stellenwert.
Strategische Landesbeteiligungen und politische Steuerung
Der Bedeutung dieser Häfen für die Verkehrs- und Wirtschaftspolitik Rechnung tragend, ist die Landesregierung gesellschaftsrechtlich an den Betreibergesellschaften dieser Häfen beteiligt: Die Gesellschafteranteile werden von den jeweiligen Kommunen und dem Land gehalten. Konkret ist das Land mit 25,1 Prozent an der ROSTOCK PORT GmbH und jeweils 10 Prozent an der Seehafen Wismar GmbH (SHW) und an der Fährhafen Sassnitz GmbH (FHS) beteiligt. Durch die Gesellschafterfunktion und die Mitgliedschaft in den Aufsichtsräten hat das Land Einfluss auf die Entwicklung dieser Häfen.
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FAQ
In Mecklenburg-Vorpommern sind in Hafenbetrieben, der hafenaffinen Industrie und der Schifffahrt über 10.000 Beschäftigte tätig, deren Arbeit mit einer hohen Wertschöpfung verbunden ist. Ohne sie wäre der Import und Export von Waren über den Wasserweg nicht möglich.
Die Häfen in Mecklenburg-Vorpommern sind zentrale Drehscheiben für seegehende Warenströme und verbinden Quell- und Zielorte in Übersee mit dem deutschen und europäischen Hinterland. Allein vom Betrieb des Rostocker Überseehafens hängen bundesweit über 50.000 Arbeitsplätze ab.
Insbesondere die Seehäfen in Mecklenburg-Vorpommern werden angesichts ihrer wirtschaftlichen Bedeutung mit Fördermitteln für ihre Hafeninfrastruktur unterstützt. Als Industriestandorte, die Produkte für die Energiewende herstellen oder umschlagen, liegt ein Schwerpunkt der Zuwendungen auf dem Rostocker Überseehafen und dem Fährhafen Sassnitz.
Als Rückgrat des Welthandels fallen in der vergleichsweisen klimafreundlichen Schifffahrt dennoch Emissionen an. Maßnahmen wie die Bereitstellung von Landstrom im gesamten Lubminer Hafen und für Kreuzfahrtschiffe in Warnemünde oder die Einführung emissionsmindernder Verfahren im Hafenbetrieb in Wismar tragen dazu bei, die Transportprozesse von Gütern und Passagieren nachhaltiger gestalten zu können.
Die Seehäfen in Mecklenburg-Vorpommern spielen bei der Umsetzung der Energiewende eine zentrale Rolle: Sie fungieren als Installations- und Servicehäfen für Bau und Wartung von Offshore-Windkraftanlagen und als Umschlagpunkte für große Mengen von Wasserstoff und anderen regenerativen Energieträgern.
Zuständigkeit
Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
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