Klimaanpassung in MV
Unser Klima wandelt sich - doch wir können etwas tun!

Was bedeutet Klimaanpassung?
Der anthropogene Klimawandel stellt Mecklenburg-Vorpommern vor erhebliche Aufgaben in einer Vielzahl von Lebensbereichen. Aufgrund der geographischen Lage und ausgeprägten Küstenlinie an der Ostsee, seiner wasserreichen Binnenlandschaften, der weitläufigen Wald- und Agrarräume sowie seiner klimaabhängigen Wirtschaftssektoren ist das Bundesland in besonderer Weise räumlich und zeitlich von bisherigen und zukünftig zu erwartenden Klimaänderungen betroffen.
Heute wie auch in Zukunft sind weiter steigende Temperaturen und eine Zunahme an Hitzeextremen, Veränderungen der jährlichen Niederschlagsverteilung und ein beschleunigter Anstieg des Meeresspiegels besondere Herausforderungen. Um die Lebensqualität der Bevölkerung zu erhalten, Schäden an Natur und Infrastruktur zu vermeiden, wirtschaftliche Stabilität zu sichern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken ist es essenziell, Mecklenburg-Vorpommern „klimafit“ zu machen.
Dabei bedeutet Klimaanpassung ganz konkret:
- Schäden vermeiden statt reparieren – Präventive Klimaanpassung spart hohe Kosten durch Extremwetter, Ausfälle und Wiederaufbau.
- Menschenleben schützen – Hitze, Starkregen und Dürren gefährden Gesundheit und Sicherheit; Anpassung reduziert reale Risiken.
- Wirtschaftliche Stabilität sichern – Resiliente Infrastrukturen und Lieferketten erhöhen Planungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.
- Lebensqualität erhalten – Kühlere Städte, gesunde Ökosysteme und sichere Räume stärken das tägliche Wohlbefinden.
- Handlungsfähigkeit der Kommunen stärken – Vorausschauende Anpassung schafft Entscheidungsspielräume statt Krisenmodus.
- Zukunftsfähigkeit demonstrieren – Wer heute handelt, übernimmt Verantwortung und gewinnt Vertrauen bei Bürgern, Kunden und Investoren.
- Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – Gemeinsame Anpassungsmaßnahmen fördern Beteiligung, Solidarität und Vertrauen in die lokale Politik.
Was passiert in MV?
Derzeit entwickelt Mecklenburg-Vorpommern unter der Federführung des Ministeriums für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt eine landeseigene Klimaanpassungsstrategie. Darin werden in 20 Handlungsfeldern umfassende Ziele und Maßnahmen definiert, um Mecklenburg-Vorpommern resilienter gegenüber dem sich verändernden Klima zu machen.
Diese 20 Handlungsfelder sind in fünf Cluster eingeteilt:
- Infrastruktur
- Landnutzung
- Mensch
- Wasser
- Wirtschaft
Die Handlungsfelder decken dabei alle Bereiche ab, die vom Klimawandel betroffen sind bzw. mittel- oder langfristig betroffen sein werden. Dabei geht es neben den offensichtlichen Handlungsfeldern wir Küstenschutz, Biodiversität und Naturschutz sowie Energie auch um Themen, wie MV in Zukunft bauen muss, wie Gesundheit und das Gesundheitssystem geschützt werden sollten, außerdem die Landwirtschaft, die Fischerei oder auch den Tourismus.
Was passiert vor Ort?
Die Fachstelle Klimawandel und Klimaanpassung des Landesamts für Umwelt, Natur und Geologie (LUNG) erstellt Beratungs- und Vernetzungskonzepte für Kommunen und Landkreise, um diese bei der Erstellung von Klimaanpassungskonzepten zu unterstützen.
Weiterführende Informationen sowohl zum Thema Klimaanpassung als auch zu verwandten Bereichen wie Klimaschutz und Klimawandel, aber auch Daten, Zahlen, Fakten, Projekte und Fördermöglichkeiten finden Sie auf unserem zentralen Fachportal klima.mv.
Klimaanpassungsstrategie Mecklenburg-Vorpommern
In der landeseigenen Klimaanpassungsstrategie Mecklenburg-Vorpommern (KAS-MV) werden Ziele und Maßnahmen für MV aufgestellt, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Die KAS-MV orientiert sich an der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) des Bundes. Ziel ist es, das Land in 20 Handlungsfeldern „klimaresilient“ zu gestalten, insbesondere gegenüber extremen Wettersituationen wie Hitzeperioden, Starkregen und Trockenheit.
Schleichende Entwicklungen, wie eine längere Vegetationsperiode und ein beschleunigter Meeresspiegelanstieg verändern das Land und erfordern ein zielgerichtetes Handeln, um Mecklenburg-Vorpommern resilienter zu gestalten und wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.