Außenwirtschaft und Messen
Für die Außenwirtschaft ist die Staatskanzlei der "One-Stop-Shop" für die Unternehmen aus MV. Das Referat "Außenwirtschaft und Messen" koordiniert die Auslandsaktivitäten der Ministerien unter anderem bei politisch begleiteten Unternehmerdelegationsreisen.

Staatskanzlei ist zentraler Ansprechpartner
Für die Außenwirtschaft ist die Staatskanzlei der "One-Stop-Shop" und damit zentraler Ansprechpartner für die Unternehmen des Landes. Das Referat "Außenwirtschaft und Messen" koordiniert die Auslandsaktivitäten der Fachressorts des Landes u.a. bei politisch begleiteten Unternehmerdelegationsreisen.
Die Landesregierung unterstützt Unternehmen aus dem Land auf dem Weg ins Exportgeschäft. Sie fördert deren Teilnahme auf Messen im In- und Ausland. Neben der finanziellen Unterstützung im Rahmen der einzelbetrieblichen Messeförderung und von Firmengemeinschaftsständen kann auch der Landesmessestand durch Firmengemeinschaftsbeteiligungen genutzt werden.
Darüber hinaus sind Reisen von Wirtschaftsdelegationen ein wichtiger Türöffner für die Erschließung der ausländischen Märkte. Sie bringen das Wissen und die Technik aus Mecklenburg-Vorpommern in die Welt und gleichzeitig neue Ideen ins Land.
Der 3. Baltic Sea Business Day fand mit über 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmern fand im April 2026 in Rostock statt.

Daten zum Außenhandel Mecklenburg-Vorpommerns
Nach den vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes stellt sich der Außenhandel in MV in den letzten Jahren mit einer insgesamt steigenden Tendenz dar. Er erreichte 2025 den Höchstwert von 20,8 Milliarden Euro.
Erfreulich ist, dass MV seine Außenhandelsbilanz 2025 wieder mit einem größeren Exportüberschuss von rd. 1,3 Milliarden Euro (Vorjahr 300 Millionen Euro) abschließen konnte.
Die drei wichtigsten Außenhandelspartner waren 2025 die Niederlande (1,7 Milliarden Euro), die Vereinigten Staaten von Amerika (1,6 Milliarden Euro) und Polen (1,5 Milliarden Euro).
2025 wurden aus MV Waren im Wert von 11,1 Milliarden Euro exportiert. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 1,8 Milliarden Euro.
Hauptexportgüter waren Wasserfahrzeuge (16,2 %), Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung (6,9%), sowie Weizen (5 %) und Eisen-, Blech- und Metallwaren (5%).
Die wichtigsten Exportländer waren die Bahamas (1.397 Millionen Euro), Niederlande (1.042 Millionen Euro) und Polen (708 Millionen Euro).
2025 wurden Waren im Wert von 9,8 Milliarden Euro nach MV importiert (Vorjahr 9,0 Milliarden Euro).
Hauptimportgüter waren Erdöl und –gas (12,1%), Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung (5,4%) und Mineralölerzeugnisse (5,2 %).
Die wichtigsten Importländer waren die Vereinigten Staaten von Amerika (1.015 Millionen Euro) Polen (824 Millionen Euro), und China (688 Millionen Euro).
Liste der wichtigsten Außenhandelspartner Mecklenburg-Vorpommerns 2025
| Land | Gesamt in Mio. Euro | Export | Import |
| 1.666,2 | 1042,1 | 624,2 |
| 1.638,3 | 623,6 | 1.014,7 |
| 1.531,9 | 707,6 | 824,2 |
| 1.397,9 | 1.397,8 | 0,1 |
| 1.164,6 | 476,2 | 688,4 |
| 995,5 | 306,8 | 688,6 |
| 845,7 | 455,0 | 390,7 |
| 773,2 | 581,8 | 191,4 |
| 765,8 | 341,2 | 424,6 |
| 701,0 | 199,8 | 501,2 |
| Datenquelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Stand: 21.05.2026/Vorläufige Angaben | |||
Informationen und Förderprogramme zur Erschließung des Auslandsmarktes
Unternehmerdelegationsreisen haben das Ziel, die Aktivitäten von kleinen und mittelständischen Unternehmen politisch zu flankieren, damit sie neue Absatzmärkte gewinnen. Die Staatskanzlei unterstützt beispielsweise Unternehmen des Landes bei der Kontaktaufnahme mit ausländischen Unternehmen, indem sie Kooperationsbörsen finanziert sowie Study-Touren und Workshops zur Aus- und Weiterbildung von ausländischen Fach- und Führungskräften.
Zuwendungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern für die Teilnahme von Unternehmen an Messen und Ausstellungen
Nach dem Wegfall der EFRE-Förderung setzt die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern seit 2023 die einzelbetriebliche Messeförderung mit Landesmitteln fort. Angesichts insgesamt knapper werdender finanzieller Mittel ist das ein starkes Signal für die Wirtschaft in MV.
Mit der neuen Messerichtlinie wurde vom Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern in Abstimmung mit der Landesregierung erstmals ein elektronisches Antragsverfahren eingeführt. Das bedeutet für den Antragsteller eine digitale Antragstellung und die vollständige elektronische Übermittlung der dazugehörigen Unterlagen.
Seit Januar 2026 werden auch die Zuwendungsbescheide digital versendet.
Dokumente zu den Messen und zur Messeförderung:
Messen mit MV-Beteiligung und Gemeinschaftsveranstaltungen (Messekalender 2026)
Merkblatt zur Teilnahme von Unternehmen an Messen und Ausstellungen
Richtlinie zur Gewährung von Zuwendungen für die Teilnahme von Unternehmen an Messen und Ausstellungen
Die professionelle Darstellung des Landes auf nationalen und internationalen Messen ist für die internationale Ausrichtung Mecklenburg-Vorpommerns wichtig. Insbesondere Firmengemeinschaftsstände bieten kleinen und mittelständischen Unternehmen die Chance, sich mit einem vertretbaren finanziellen und organisatorischen Aufwand an internationalen Messen zu beteiligen und ihre Produkte und Leistungen einem fachkundigen Publikum zu präsentieren.
Im Rahmen der Messeförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern können alle Firmengemeinschaftsbeteiligungen den Landesmessestand nutzen.
Der Landesmessestand ist eine Standbaulösung mit Elementen der Landesgestaltung für Gemeinschaftsbeteiligungen von Unternehmen auf nationalen und internationalen Messen. Dadurch ist ein einheitlicher und markanter Messeauftritt für gemeinsame und wiedererkennbare Präsentationen gewährleistet. Der neue Landesmessestand wird digitaler und somit die Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern noch attraktiver präsentieren. Er ist mit diesem Konzept seit 2022 im Einsatz.
Vom 15. Mai bis 15. August 2027 findet in Belgrad/Serbien die nächste Weltausstellung statt. Die EXPO 2027 ist eine sogenannte „Specialised Expo (spezialisierte oder auch kleinere Expo)“ mit einer Laufzeit von drei Monaten und steht unter dem Motto „Play for Humanity – Sport and Music for All“. Im Mittelpunkt stehen Themen, wie Innovation, kultureller Austausch, Nachhaltigkeit sowie die verbindende Kraft von Sport und Musik. Die EXPO 2027 wird zugleich die erste Weltausstellung in Südosteuropa sein und gilt als bedeutendes internationales Ereignis für die gesamte Region. Erwartet werden mehr als 120 teilnehmende Staaten sowie mehrere Millionen Besucherinnen und Besucher.
Die deutsche Beteiligung an Weltausstellungen gilt traditionell als „Blick in die Zukunft“. Im Deutschen Pavillon werden innovative Ideen, Projekte und Lösungsansätze präsentiert, die zeigen, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt, Nachhaltigkeit und technologische Entwicklungen gemeinsam gestaltet werden können. Der deutsche Beitrag zur EXPO 2027 orientiert sich dabei am Unterthema „Play for Progress“ und soll Impulse für eine offene, kreative und zukunftsorientierte Gesellschaft geben.
Die Bundesländer sind eingeladen, sich mit eigenen Projekten, Ideen und kulturellen Beiträgen in die Präsentationen des Deutschen Pavillons einzubringen. Für Mecklenburg-Vorpommern eröffnet sich damit die Möglichkeit, innovative Ansätze, regionale Besonderheiten sowie wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Stärken international sichtbar zu machen und neue internationale Kontakte zu knüpfen.
Expo 2030 in Riad
Nach der Expo 2027 in Belgrad richtet sich der Blick bereits auf die nächste große Weltausstellung: die Expo 2030 in Riad/Saudi-Arabien. Während die Expo 2027 als spezialisierte Weltausstellung insbesondere die verbindende Kraft von Sport und Musik in den Mittelpunkt stellt, wird die Expo 2030 unter dem Motto „Foresight for Tomorrow“ globale Zukunftsfragen wie Innovation, Nachhaltigkeit, technologische Entwicklung und internationale Zusammenarbeit aufgreifen. Beide Weltausstellungen bieten die Möglichkeit, zukunftsweisende Ideen einem internationalem Publikum zu präsentieren und internationale Netzwerke weiter auszubauen.
Export-Tour 2026
Im Rahmen der diesjährigen Export-Tour "Paperless Trade – Digitalisierung im Außenhandel" waren wir am 17. Juni 2026 zu Gast bei der Weber Food Technology SE & CO. KG in Neubrandenburg.
Praxisnahe Einblicke, innovative Lösungen und der Austausch mit Experten sind der Kern der Exporttour. Mit den Experten des gastgebenden Unternehmens, des Enterprise Europe Networks, den Industrie- und Handelskammern in MV sowie dem Hauptzollamt Stralsund konnte so rund um die digitale Zukunft des Exportgeschäfts erfolgreich diskutiert werden.
Daneben gab die Wirtschaftsfördergesellschaft des Bundes „Germany Trade and Invest“ (GTAI) wichtige Hinweise auf die weiteren Unterstützungsmöglichkeiten im Außenhandel.
Export-Abend 2026
Zum sechsten Mal lud die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern zum Exportabend ein und setzte damit erneut ein starkes Zeichen für die internationale Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft. Gastgeber des diesjährigen Exportabends war die SweetTec GmbH in Boizenburg – eines der erfolgreichsten Industrieunternehmen des Landes und ein eindrucksvolles Beispiel für „Made in Mecklenburg-Vorpommern“ auf internationalen Märkten.
Unternehmen, Wirtschaftsvertretungen und Partner aus Politik und Außenwirtschaft kamen am 8. Juli zusammen, um sich über Chancen auf globalen Märkten, innovative Entwicklungen und die Zukunft des Exports auszutauschen. Neben spannenden Gesprächen und neuen Impulsen stand vor allem das Netzwerken im Mittelpunkt des Abends.

Exportabend am 8. Juli 2026 bei SweetTec in Boizenburg
Jungunternehmen (KMU innerhalb der ersten beiden Jahre nach Gründung) und Bestandsunternehmen (KMU ab dem dritten Jahr nach Gründung) können für Beratungsdienstleistungen eine Förderung hinsichtlich der Erschließung überregionaler, insbesondere ausländischer Märkte erhalten.
Bei Jungunternehmen beträgt der Zuschuss bis zu 3.200 EURO, bei Bestandsunternehmen bis zu 2.400 EURO (pro Beratungsschwerpunkt).
Nähere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter: www.bafa.de
Die Landesregierung unterstützt seit über 25 Jahren das erfolgreiche Projekt „Haus der Wirtschaft“ der IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit den Projektpartnern unterstützt die IHK Neubrandenburg die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen.
Weitere Projektpartner sind die Arbeitsgemeinschaft Deutsch-Polnische Sparkassenkooperation, die Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern, die Industrie- und Handelskammern zu Rostock und zu Schwerin, der Unternehmerverband Vorpommern e.V. und der Westpommersche Verband für Wirtschaftsentwicklung Szczecin.












