Pressemitteilung16.10.2026

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Drese: Sportvereine sollen stärker von Präventionsförderung profitieren

Sportministerkonferenz will Zugang zu Krankenkassenzuschüssen für qualitätsgesicherte Vereinsangebote erleichtern

PM 259/ 2026

Sport und BewegungGesundheitsförderung und (Sucht-)Prävention

Sportvereine sollen leichter Zugang zur Präventionsförderung der gesetzlichen Krankenkassen erhalten. Dafür hat sich die Sportministerkonferenz (SMK) in Konstanz mit einem konkreten Auftrag an den GKV-Spitzenverband ausgesprochen: Bei der nächsten Überarbeitung des Präventionsleitfadens sollen die Anerkennung von Vereinsangeboten erleichtert, Qualifikationen aus dem Rehabilitationssport stärker berücksichtigt und zusätzliche Fortbildungen ermöglicht werden.

Sportministerin Stefanie Drese unterstreicht die Forderung: „Unsere Sportvereine sind wichtige Partner für die Gesundheit. Sie bringen Menschen in Bewegung und schaffen Gemeinschaft. Deshalb müssen wir ihnen den Zugang zur Präventionsförderung erleichtern.“

Krankenkassen bezuschussen bereits heute zertifizierte Präventionskurse, die Menschen zu mehr Bewegung motivieren und gesundheitlichen Risiken wie Bluthochdruck, Diabetes oder Rückenproblemen vorbeugen. Die rechtliche Grundlage dafür ist § 20 SGB V. Sportvereine könnten solche Angebote noch stärker machen – bislang erschweren ihnen jedoch die Anerkennungskriterien und die Anforderungen an die Qualifikation der Übungsleitenden den Zugang zur Förderung, verdeutlichte Drese.

Die SMK benennt drei konkrete Ansatzpunkte: Erstens sollen pauschale Ausschlusskriterien wie „allgemeiner Freizeit- und Breitensport“ nicht länger als Ablehnungsgrund greifen, wenn ein Angebot die übrigen Qualitätsanforderungen erfüllt. Zweitens soll geprüft werden, wie Lerninhalte aus dem Rehabilitationssport für die Qualifikation im Präventionssport anerkannt werden können. Drittens sollen gemeinsam mit dem organisierten Sport ergänzende Fortbildungen entwickelt werden, damit Übungsleitende mehr zertifizierte Präventionskurse anbieten können.

„Wer Menschen dauerhaft für Bewegung gewinnen will, muss dort ansetzen, wo sie leben und sich begegnen. Sportvereine bieten dafür beste Voraussetzungen: wohnortnah und mit qualifizierten Übungsleiterinnen und Übungsleitern. Gute Präventionsangebote dürfen nicht an unnötig engen Zugangsvoraussetzungen scheitern“, so Drese.

Die Ministerin hob hervor, dass gerade in einem Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern die Vereine wichtige Partner sind, um möglichst viele Menschen zu erreichen und Bewegung im Alltag zu verankern. Drese: „Eine stärkere Einbindung des organisierten Sports kann helfen, Bewegungsmangel vorzubeugen, die Gesundheit langfristig zu stärken und damit das Gesundheitssystem zu entlasten.“