Pressemitteilung29.10.2026

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport

Drese: „Familien brauchen Zeit, Unterstützung und Verlässlichkeit statt Leistungskürzungen“

Sozialministerin begrüßt geplante Rücknahme der Elterngeld-Kürzung – mehr Väterbeteiligung bleibt wichtiges Ziel

PM 269/ 2026

Eltern werden und Eltern seinUnterstützung für Familien

Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Stefanie Drese begrüßt, dass Bundesfamilienministerin Karin Prien die geplante Kürzung der Elterngeld-Bezugsdauer von 14 auf zwölf Monate zurücknehmen will. Ein entsprechender Referentenentwurf des Bundesministeriums geht nun in die Beratungen.

„Ich habe im Juli deutlich kritisiert, dass die Antwort auf sinkende Geburtenzahlen nicht die Kürzung von Leistungen für junge Eltern sein darf. Dass unsere Kritik aufgegriffen wurde, ist ein wichtiges Signal. Familien brauchen Unterstützung und Verlässlichkeit“, sagte Drese.

14 Monate Bezugsdauer, 4+6+4-Modell und höhere Mindest- und Höchstbeträge

Der neue Entwurf sieht nun weiterhin bis zu 14 Monate Elterngeld vor. Künftig sollen vier Monate für jeden Elternteil reserviert sein, sechs weitere Monate können flexibel verteilt werden. „Eine gleichmäßigere Aufteilung der Betreuung stärkt die Partnerschaftlichkeit. In Mecklenburg-Vorpommern nehmen allerdings seit Jahren nur rund 30 Prozent der Väter Elterngeldmonate in Anspruch. Das muss sich ändern“, betonte Drese. Ihr Appell an Väter und Arbeitgeber: „Nutzt die Zeit mit euren Kindern und ermöglicht diese Erfahrung auch im Berufsalltag. Gerade kleine Betriebe brauchen praktikable Lösungen – am Ende profitieren auch sie von motivierten Vätern.“

Positiv bewertet Drese die geplante Anhebung des Mindestbetrags von 300 auf 330 Euro und des Höchstbetrags von 1.800 auf 1.900 Euro. „Das ist richtig und überfällig. Wir müssen zugleich genau prüfen, wie sich die neue Berechnung auf Familien mit unterschiedlichen Einkommen auswirkt. Entscheidend ist, dass die Reform Eltern nicht zusätzlich belastet.“ Auch Alleinerziehende sollen weiterhin bis zu 14 Monate Elterngeld beziehen können. Ihre besondere Verantwortung für Betreuung und Alltag müsse berücksichtigt werden.

Die Antwort des Staates auf den bundesweiten Geburtenrückgang darf nicht die Kürzung von Leistungen für junge Eltern sein.
Stefanie Drese
Sozialministerin

Kritik am Ursprungsentwurf hat Wirkung gezeigt

„Die Rücknahme der ursprünglich vorgesehenen Kürzung ist ein wichtiger Schritt. Jetzt muss sich die Reform daran messen lassen, ob sie Familien stärkt, Gleichstellung fördert und den unterschiedlichen Lebensrealitäten von Eltern gerecht wird“, erklärte Drese. „Das werden wir in MV genau prüfen, wenn der Gesetzentwurf des Bundes vorliegt.“

Wie wichtig verlässliche Familienleistungen sind, zeigen nach Aussage von Drese auch die Geburtenzahlen in MV: 2025 wurden mit 8.385 Geburten so wenige Kinder geboren wie nie zuvor. Drese: „Deshalb müssen wir die Rahmenbedingungen für die Gründung einer Familie verbessern.“

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