Pressemitteilung23.10.2026

Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt

Backhaus: Vogelgrippe steht in den Startlöchern

Auch wenn die die Vogelgrippe (Aviäre Influenza) in diesem Herbst in M-V noch nicht aufgetreten ist, besteht dennoch für alle Geflügelbestände ein hohes Infektionsrisiko , erklärt Agrarminister Dr. Till Backhaus. 

Landwirtschaft und Ernährung

Diese hochansteckende Tierseuche ist nach wie vor endemisch und stellt eine große Gefahr für alle Vögel mit besonderen Auswirkungen auf unsere Geflügelwirtschaft dar. 

Das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei M-V (LALLF) führt regelmäßige AI-Untersuchungen durch. Seit Juli dieses Jahres wurden 259 Proben von gehaltenem Geflügel auf das Vorliegen von Aviären Influenza-A-Viren untersucht, darunter auch 94 Proben aus vier zoologischen Einrichtungen. Alle Proben waren negativ. Von 24 im gleichen Zeitraum untersuchten Wildvögeln waren zwei tot aufgefundene Eiderenten positiv auf das AI-Virus untersucht. Das Ergebnis stammt bereits aus dem Juli 2026. Darüber hinaus wurden auch 19 Säugetiere (u. a. Rotfüchse, Marderhunde und Waschbären) untersucht. In keiner dieser Proben konnte das AI-Virus nachgewiesen werden.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist dies eine beruhigendere Ausgangssituation. Aktuelle Wildvogelfunde in anderen Bundesländern zeigen jedoch, dass das Infektionsrisiko spätestens mit Beginn der kalten Jahreszeit und des damit einhergehenden Vogelzugs erheblich steigt.

„Ich bitte daher alle Geflügelhalter, ein hohes Maß an Biosicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihrer Bestände zu gewährleisten. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre scheint es ratsam, die Schlachtungen für das Weihnachtsgeschäft vorzuziehen, um die wichtigen Einnahmen zum Jahresende nicht zu gefährden.“, so der Minister.